Startseite

Ihr Reiseführer für Menorca

Menorca - ein besonderer Reiseführer


Die Inselgruppe der Balearen bildet eine autonome Provinz und gehört zum Königreich Spanien. Menorca ist als nördlichste Insel die kleine Schwester, die schöne Unbekannte. Knapp 90.000 Menschen leben auf der Insel mit einer Größe von ungefähr 700km².

 

An ihrer längsten Stelle mißt Menorca 50 km. Die Breite erreicht maximal 16 km. Menorca, das ist Ruhe und Entspannung in einer traumhaft idyllischen Natur weit ab vom Massentourismus der großen Brüder Mallorca und Ibiza. Nicht umsonst erklärte die Unesco die kleine Balearin zum Bispären-Reservat.

 


Landschaftlich hat die Insel Kontrastreiches zu bieten. Rau und zerklüftet ist der Norden mit felsigen Küsten und weitreichenden Buchten. Der Süden bildet eine große und sanfte Ebene, die von unzähligen Schluchten durchzogen wird. Das Hinterland ist hügelig mit einer artenreichen Flora und Fauna. Der höchste Berg Monte Toro erhebt sich auf 357 m Höhe.

 

Der Rundblick über die gesamte Insel und bei klaren Wetter gar über die gesamte Inselgruppe ist atemberaubend schön. Besonders der Sonnenuntergang verweilt lange in den Erinnerungen der Besucher. Ein Augustinerkloster aus dem 16. Jahrhundert thront stolz am Gipfel des Berges. Noch immer leben hier Nonnen in der Abgeschiedenheit des Hinterlandes.


Das milde Klima ist ein Anziehungspunkt für Urlauber aus ganz Europa. Typisches Mittelmeerklima mit feuchten milden Wintern und heißen trockenen Sommern charakterisieren Menorca. Durch die flache Lage weht ständig eine leichte Brise, aber auch stärkere Winde wie der typische Tramuntanan Besuchern die Insel recht häufig.


Viele Völker hinterließen ihre Spuren und Einflüsse auf Menorca, dessen Geschichte mehr als 7000 Jahre zurück reicht. Ihr erster Name lautete FURA, übersetzt Feuer und wurde ihr von den Phönizischen Herrschern verliehen.

 

In der Zeit des Römischen Reiches war die kleine Insel als Minor - die Kleine bekannt. Von den Vandalen über die Republik von Pisa bis hin zu den Mauren beherrschten viele Völker Menorca. Im Mittelalter schließlich gehörte sie zu Aragonien, welches durch Heirat mit Kastilien vereint und so zum Spanischen Königreich zugehörig wurde. Im 18. Jahrhundert wurde Mao britisch besetzt und fiel auch durch den Frieden von Utrecht in britische Hände.

 

Diese Besatzung wurde wiederum endete durch den Frieden von Versailles. Seitdem gehört Menorca wie auch die anderen Baleareninseln wieder zu Spanien.


Hauptstadt der Insel ist Mao. Die Gründung der Stadt reicht bis weit in antike Zeiten. Einer Legende nach erhielt sie ihren Namen vom General Mahon, einem Bruder des berühmten Hannibal. Erst unter englischer Besatzung im 18. Jahrhundert wurde Mao zur Inselhauptstadt. Die englischen Einflüsse spiegeln sich heute vor allem in der Architektur wieder.

 

Die Altstadt windet sich idyllisch in einem Labyrinth kleiner Gässchen mit verzierten Kirchen und winzigen Lädchen. Umgeben wird die Altstadt vom Wahrzeichen Maos, dem Stadttor Pont de Sant Roc aus dem 15. Jahrhundert. Beeindruckend ist der Hafen, der als der größte Naturhafen Europas gilt. Nach Pearl Habour auf Hawai ist es gar der zweitgrößte Naturhafen der Welt.


Die alte Inselhauptstadt Ciutadella im Westen hat sich den Charme aus ihrer Blütezeit im Mittelalter bewahrt und ist eine beeindruckende Perle Menorcas.
Sehenswert sind vor allem auch die vielen kleinen Fischerdörfchen mit ihren weißen Häusern und dem rauen Inselcharme. Der Naturpark von Albufera unweit der Inselhauptstadt beinhaltet eine Lagune und unzählige kleine Biotope, die die Artenvielfalt der menorquinischen Fauna zum Ausdruck bringen. Besonders leuchtend und artenreich können Besucher hier die Macchia bestaunen.

 


Menorca lebt heute hauptsächlich vom Tourismus. Gegenüber den großen Nachbarinsel ist der Fremdenverkehr jedoch eher bescheiden. Trotzdem stellt er die Haupteinnahmequelle für die Einwohner dar. Weiterhin spielt der Fischfang, die Käseherstellung und Schuhproduktion eine große Rolle.

 

Vor allem Familien mit Kindern, die die flachen Strände und die Ruhe lieben, zieht es nach Menorca. Lautes Nachtleben und verrückte Parties sucht man hier vergebens. Der Charme liegt in der Idylle.

 

Der Großteil Menorcas steht unter Naturschutz und verhindert die Ansiedlung großer Hotelanlagen und Massentourismus. Die Strände sind fast ausschließlich sandig und flach abfallend. Teilweise ist das umgebende Panorama durch die Steilküsten atemberaubend und einmalig.

 

Die Cala Galdana im Westen der Insel zählt aufgrund ihrer naturellen Schönheit zu den schönsten Stränden im Mittelmeer. Der längste Strand Menorcas ist der Son Bou im Süden. Freikörperkultur und Baden "oben ohne" wird auf Menorca nicht gern gesehen. Insgesamt warten mehr als 120 zum Teil sehr einsame und idyllische Strände auf ihre Besucher.


Die Anreise nach Menorca ist bequem mit dem Flugzeug möglich. Von Deutschland aus ist die Baleareninsel in zwei Flugstunden erreichbar. Der kleine Flughafen befindet sich unweit der Hauptstadt Mao. Auch mit der Fähre ist eine Anreise vom spanischen oder französischen Festland aus möglich. Außerdem ist Menorca während der Sommermonate mit Mallorca durch eine Fährverbindung verbunden. Unterkünfte findet der Urlauber auf Menorca reichlich.

 

Von einfachen Hotels über Ferienhäuser und Appartements bis hin zu Ferienhäusern und Luxushotels reichen die Möglichkeiten. Amtssprache ist Spanisch, in den Touristengebieten wird auch englisch und vereinzelt deutsch gesprochen. Besonders liebenswert sind die Einheimischen.

 

Gern versammeln sie sich auf Märkten, bieten Fische oder Naturprodukte zum Kauf an und treffen sich zum gemeinsamen Tratsch. Wer die Menorquiner hautnah erleben möchte, darf den Besuch eines Fischmarktes deshalb nicht verpassen. Jeden Samstag erlebt das Marktleben Menorcas einen Höhepunkt mit dem schönsten und vielfältigsten Wochenmarkt in Ferreries.


Die Ursprünglichkeit Menorcas mit der grünen Natur und den seichten Stränden abseits vom Massentourismus ist ein Geheimtipp!

 

 




© Menorca Reiseführer - Naturpark der Balearen! | ME1 | ME2 | ME3