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Ihr Reiseführer für Menorca

Der natürliche Hafen von Mahon


Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Menorcas ist der Hafen von Mahon, der Hauptstadt der Insel. Er ist der zweitgrößte natürliche Hafen im Mittelmeerraum und ist ein Fjord von 5,5 km Länge und teils bis zu über einen Kilometer Breite. Er war zu vergangenen Zeiten wie heute, als eines der sichersten Häfen für Schiffe bekannt und wird heute hauptsächlich von Kreuzfahrtschiffen und Yachten aus der ganzen Welt angefahren.

Mahon, oder auch Maò, wurde der Legende nach von Mago, dem Bruder Hannibals gegründet, einem karthager General. Auch die Römer wussten schon das gut geschützte Hafenbecken zu nutzen genauso wie ihre Nachfolger, die Byzantiner.

 

 

 

Um 903 eroberte der Kalif von Cordoba den Hafen und 400 Jahre blieb dieser unter dessen Macht. Als Friedrich Barbarossa Mitte des 16. Jahrhunderts den Hafen versuchte für sich zu gewinnen, begann der damalige König Philip II. mit dem Bau einer Befestigungsanlage auf dem äußersten Ende der Hafeneinfahrt. Sie galt für sehr lange als uneinnehmbar.

 

Doch 1708 nutzten die Engländer die spanischen Erbfolgekriege aus, eroberten den Hafen und machten ihn zu einer großen Handels- und Umschlagstadt. Ihre Architektur stammt hauptsächlich aus dieser Epoche. Im 19. Jahrhundert erbaute Isabella II. eine weitere Befestigungsanlage, la Mola, auf der gegenüberliegenden Seite der alten, die unter Karl III. zerstört wurde, weil er glaubte, so würden die Engländer das Interesse an der Insel verlieren.

Im langen Hafenbecken von Mahon liegen 3 Inseln: die Isla de la Mola und die Isla del Rey, die nach König Alfons III. benannt wurde, der hier anlegte, als er Menorca den Mauren wieder entwand. Hier liegen die Ruinen des alten Militärhospitals, was jetzt restauriert wird. Außserdem kann man Reste einer vorchristlichen Basilika besichtigen.


Auf der dritten Insel, Isla del Lazareto,  steht ein ehemaliges Lazarett aus dem frühen 19. Jahrhundert, in dem heute das Ministerium für Gesundheit seinen Sitz hat.

Der Hafen hat 5,5 km Anlegeplatz und Molen, fast eineinhalb Tausend Boote und Schiffe können hier ankern und er ist ausgerüstet für jegliches Bedürfnis. Man kann sogar seine Schiffe hier in den Werften reparieren lassen. Die Einfahrt liegt nach West-Ost, ist so vollkommen gegen den Tramontana-Wind aus dem Norden geschützt und man hat eher den Eindruck eines ruhigen Sees.

Die Hauptattraktion und wahre Sehenswürdigkeit des Hafens von Mahon ist jedoch die 5,5 km lange Mole entlang den vielen Anlegeplätzen, die man entlang spazieren kann, vorbei an wunderschönen Yachten auf der einen Seite und den Berghängen auf der anderen.

 

 

 

Auch der Blick von den höchsten Punkten der Stadt auf den Hafen und den gesamten Fjord ist atemberaubend und wird von Touristen wie Einheimischen gleichermaßen gerne immer wieder genossen.

 

Die Südseite ist die touristisch aktivere, hier liegen die meisten kleinen Restaurants, Bars und auch Nachtlokale, wo man am Abend einen Sangria trinkt oder eines der vielen guten Fischgerichte probiert und dabei über die vielen schönen Yachten blickt.

 

In vielen Lokalen gibt es Life-Musik und selbst die vielen Geschäfte mit Handarbeiten und typischen Souvenirs laden zum Bummeln ein. Ganz besonders spektakulär und unvergeßlich ist der Blick von der Stadt auf den gesamten Hafen mit den vielen Lichtern.

 

 




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