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Ihr Reiseführer für Menorca

Die Stadt Sant Lluis


Sant Lluis wurde während des siebenjährigen Kriegs (1756 – 1762) von den Franzosen gegründet. Es war ursprünglich geplant, eine Siedlung für die französischen Soldaten zu schaffen, die ein Zentrum für ihre kriegerischen Vorhaben brauchten.

 

Doch die französische Herrschaft sollte nicht lange andauern. Die Soldaten reisten ab, die Ortschaft aber blieb. Die Kirche des Dorfs erinnert noch an die Gründerzeit. Sie wurde damals dem französischen König Ludwig IX geweiht, der in Frankreich „Ludwig, der Heilige“ (Saint Luis) genannt wurde.

Aus der gleichen Zeit stammt die heute noch erhaltene Getreidemühle „Moli de Dalt“. Sie ist das Wahrzeichen von Sant Lluis. Anfänglich gab es in dem Dorf drei Windmühlen, die über 200 Jahre neben den schneeweißen Häusern und geradlinigen Straßen das Gesicht des Orts prägten.

 

 

 

Der „Molí de Dalt“ wurde Ende der achtziger Jahre komplett restauriert und steht Touristen vormittags zur Besichtigung zur Verfügung. In dem alten Bauwerk ist zudem ein heimatkundliches Museum untergebracht. Die Besucher finden hier alte Werkzeuge, die es heute so gar nicht mehr gibt und Informationen zum Leben der Einwohner in der damaligen Zeit.

Doch die Einwohner von Sant Lluis leben natürlich nicht nur in der Vergangenheit. Das Dorf ist gerade im Sommer ausgesprochen lebendig und bietet seinen Besuchern einige Anreize, etwas länger zu verweilen. Die Kulturarbeit spielt im Ort eine große Rolle.

 

Sant Lluis lockt mit regelmäßigen Konzerten, mit Theateraufführungen, Ausstellungen und vor allem mit einem Kunstmarkt, auf dem ansässige Künstler ihre Werke ausstellen und zum Verkauf anbieten. Darüber hinaus findet man in den Straßen Geschäfte aller Art, die zum Einkaufsbummel oder zur Jagd nach Souvenirs einladen. In den zahlreichen Restaurants kann man sich anschließend stärken oder im Café einen Espresso trinken.

Auch fürs Auge hat San Lluis etwas zu bieten. Nach alter Tradition werden die Häuser noch heute von ihren Besitzern regelmäßig weiß gestrichen, sodass sich –gerade bei hellem Sonnenschein - ein strahlendes, helles Bild ergibt. Wunderschöne Natursteinmauern runden dieses Bild ab.

 



Wanderfreunde kommen in San Lluis ebenfalls auf ihre Kosten. Im Umland kann man beispielsweise einen Talayot besichtigen. Es wird vermutet, dass diese Talayots, bis zu elf Meter hohe Steintürme, in prähistorischer Zeit, vor etwa dreieinhalb tausend Jahren, von einer Hochkultur auf Menorca errichtet wurden. Sie sollen zunächst als Tempel, später dann als Wachtürme oder aber als Grabstätten gedient haben.

 

Heute hat man von dem Turm aus einfach einen wunderbaren Blick über San Lluis. Unweigerlich gelangt man in der Umgebung des Dorfs als Spaziergänger und Wanderer ans Meer, denn fast alle Wege hier führen ans Wasser.

In San Lluis gibt es – wie auf ganz Menorca – wunderschöne Strände(Cala Alcaufar, Cala d\\'es Rafalet und Punta Prima) mit feinem weißenSand. Hier können Urlauber das mediterrane Klima, das kristallklare Wasser in den Buchten und die leichte Brise, die meist übers Meer weht, genießen.

 

 




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